St. Martinskirche Filisur

Geschichte

Die Kirche von Filisur (zu St. Martin), im spätgotischen Stil erbaut, wird nach Muoth zum ersten mal im Jahre 1492 erwähnt. In unserem Gemeindearchiv finden sich folgende zwei Urkunden vor: Im Jahre 1495 am 10. Mai findet die Konsekration der noch genannten Kapelle genannten Kirche durch den Weihbischof Balthasar Breniwald von Walenstatt, Dominikanerordens, Bischof von Troja, und wird Indulgenz gewährt. Der Hauptaltar ist dem hl. Martin geweiht. Am 28. Februar 1497 sodann wir die Kirche vom Bischof Heinrich VI. von Hewen auf Bitte der Filisurer von der Mutterkirche in Bergün abgetrennt und zu einer eigenen Pfarrei erhoben, nach Gewährleistung der Mittel für den Unterhalt der Pfarrei. Seither hat Filisur seinen eigenen Geistlichen. Ob vor diesem Datum der Gottesdienst in Filisur von Bergün aus oder von einem eigenen Geistlichen versehen wurde, ist nicht bekannt. Bei der Entfernung der Hauptkirche und der damaligen äusserst schlechten Wegsame, ist wohl anzunehmen, dass in Filisur ein Kaplan gewohnt hat.

Über dem Bogen zwischen Schiff und Chor finden sich in einfacher Umrahmung die Jahreszahlen 1639, 1812 und 1870. 1812/13 war die erste Orgel aufgestellt worden. Was n1639 und 1870 zu bedeuten haben, ist nicht bekannt, vielleicht Renovationen.  

Öffnungszeiten: Die Kirche ist tagsüber offen und kann besichtigt werden.